Schucara´s
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Schurarten

Es gibt viele Möglichkeiten, das Fell des Pudels in Form zu bringen.

Was der Eine aber als schön empfindet, ist in den Augen des Anderen hässlich. Der unterschiedliche, menschliche Geschmack führt hier immer wieder zu kontroversen Diskussionen zwischen Pudelliebhabern und Pudelgegnern, die diesen wunderbaren Hund leider nur als Modeobjekt und Schoßhündchen sehen, das allenfalls noch als Zirkushündchen taugt. Schade, wenn der Pudel nur auf seine Frisur reduziert wird, denn unter dem wandelbaren Fell steckt ein überaus liebenwerter, gelehriger und vielseitiger Hund!

Gedanken zur Pudelschur

Kein anderer Hund zeigt sich im Erscheinungsbild so wandlungsfähig wie der Pudel.

Das liegt an den verschiedenen, möglichen Schurarten, hier sind dem persönlichem Geschmack und gewissen Vorlieben kaum Grenzen gesetzt.

Warum muss ein Pudel denn überhaupt geschoren bzw. geschnitten werden? Geht es nicht auch ganz natürlich, ohne Schur?

Ein Vorzug des Pudels, der von vielen sehr geschätzt wird, ist sein nichthaarendes Fell. Daher ist er auch absolut wohnungs- und familienfreundlich, selbst Allergiker reagieren meistens nicht auf Pudelhaar. Da dieses aber unaufhörlich wächst, benötigt es auch etwas mehr Pflege. Neben dem regelmäßigen Büsten/Kämmen gehört dazu auch eine Schur mit vorherigem Bad im Abstand von 1-2 Monaten. Ohne Schur bzw. Schnitt wäre das Fell nach einer gewissen Zeit nicht mehr pflegbar, es würden sich dicke Filzklumpen aus abgestorbenen Haaren, Staub und Dreck bilden und nicht zuletzt würden Nahrungsreste und selbst der eigene Urin darin verkleben. Jeder der meint: „Ich lasse meinen Hund nicht scheren, weil ich Natürlichkeit und langes Fell mag“, hat noch nie einen Pudel gesehen, der vor lauter Filzklumpen an Beinen und Pfoten kaum noch laufen konnte, ganz abgesehen von den hygienischen Bedingungen, wenn solche bedauernswerten Pudel im Haus leben und von Kindern angefasst werden. Infektionen bei Mensch und Tier sind hier vorprogrammiert.

Eine Schur bzw. ein kürzender Schnitt in regelmäßigen Abständen ist bei aller Liebe zur „Natürlichkeit“ beim Pudel keine Geschmacksache, sondern eine Notwendigkeit!

Im Hundesalon findet man Beratung und hier werden sicherlich auch individuelle Vorlieben berücksichtigt. Gängige Schurarten werden im Folgenden vorgestellt.

Die pflegeleichte Modeschur ist die beliebteste Schur bei den meisten Leuten, die sich einen Pudel als Familien-, Sport- oder Therapiehund anschaffen. Obwohl sie auch auf Ausstellungen in Deutschland zugelassen ist, werden oft erst Hunde, die ihre aktive Ausstellungskarriere beendet haben (in anderen Schurarten), in Modeschur umgeschoren. Da die Modeschur am natürlichsten wirkt und den typischen Körperbau des Pudels am ehesten unterstreicht, verhalf sie dem Pudel ab ihrer “Erfindung“ um 1930 von Hans Thum, damals noch in der etwas anderen Variante „Karakulschur“,  zur Imagesteigerung und ließ ihn zu einem der beliebstesten Familienhunde avancieren. Als Ausstellungsvariante wird sie weniger häufig gewählt, weil sie sich hier nur für wirklich gut gebaute Hunde eignet. Kleine Fehler lassen sich mit ihr nicht so leicht korrigieren. Außerdem wirkt in den Augen vieler Richter und Aussteller das üppige Haarkleid eines Pudels im Puppy- oder Continental-Clip beeinduckender und „spektakulärer“, ein Hund in Modeschur ist hier etwas im Nachteil.

Die Modeschur gefällt vielen Leuten, weil sie pflegeleicht ist und die natürlichen Proportionen des Pudels betont. Die meisten Leute, die ihren Hund als Familienhund halten, bevorzugen die Modeschur und entscheiden sich oft auch für die -auf Ausstellungen nicht zugelassene- Variante mit Bart.

 

Der T-Clip ist eine noch recht neue Variante der Modeschur, die auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet und neuerdings auch auf Ausstellungen gezeigt werden darf. Sie ist mit geschoren Ohren und Rute der Original Karakulschur am ähnlichsten, allerdings wurde damals noch ein Schnauzbart stehen gelassen und die Pfoten wurden nicht komplett geschoren, sondern im oberen Bereich nur mit der Schere angeglichen. .

Der T-Clip ist durch die vielen gekürzten und geschorenen Haarpartien am wenigsten pflegeintensiv.

 

Der Puppy-Clip ist, wie der Name schon sagt, entstanden als erste Schurart eines Pudelwelpen, die alle Möglichkeiten für eine noch zu wählende „Erwachsenenfrisur“ offen ließ. Noch in den 80ern entschied man sich dann meist für die damals auf Ausstellungen populäre Löwenschur (bis auf Pompons an den Hinterläufen und am Schwanz wurde das komplette Hinterteil geschoren) oder für die Modeschur.

Das Haar wird beim Welpen recht lang gelassen, aber schon in Form gebracht. Das noch relativ kurze Kopf-  und Nackenhaar wird über den Augen durch ein Gummi gehalten und kann so bis zum späteren Top-Knot wachsen. Da bei vielen Leuten der Puppy-Clip als Ausstellungsfrisur immer beliebter wurde, verselbständigte dieser Schnitt sich auch beim ausgewachsenen Pudel als eigenständige Schurart, die heute von den meisten Ausstellern bevorzugt wird. Sie ähnelt dem Scandinavian-Clip, hat aber weniger Haar im Kopf- und Nackenbereich.

Der Puppy-Clip erfordert schon etwas Erfahrung und mehr Pflegeaufwand. Diese Schurart wird von den meisten Ausstellern gewählt, da sie das schöne Haarkleid das Pudels insgesamt (auch an den Hinterläufen) sehr eindrucksvoll zur Geltung bringt.

 

Der Scandinavian-Clip ist das Outfit eines Pudels in Ausstellungs-Kondition mit spektakulärer Haarpracht. Leichte Mängel kann man, wie auch beim Puppy-Clip, unter der Haarfülle verstecken z.B. eine nicht ganz optimale Rückenlinie. Der optische Gesamteindruck lässt sich so verbessern.

Der Scandinavian-Clip ist nur für Aussteller eines Pudels mit sehr üppigem Haar von fester Textur geeignet. Früher hat man dem Stand oft mit Haarspray nachgeholfen. Da dies heute verboten ist, ist der etwas moderatere Puppy-Clip häufiger zu sehen.

 

Beim Continental-Clip werden einige Partien bis auf die gezeigten Pompons komplett abgeschoren. Dadurch wird die intensive Pflege

bei großen Hunden etwas erleichtert..

Die abgebildete Form (mit viel Kopf- und Nackenhaar) ist nicht so häufig vertreten. Meistens wird eine etwas haarreduzierte Variante gezeigt. Die Unterschiede und Gründe dafür sind ähnlich wie beim Puppy- und Skandinavian-Clip.

Der Continental-Clip ist hauptsächlich bei Standardpudeln auf Ausstellungen zu sehen. Dieses Styling verlangt enormen Zeitaufwand und Fachkenntnisse. Liebhaber dieser Schur finden, dass die Eleganz des Gangwerks, die Muskulösität und der kraftvolle Schwung aus der Hinterhand besonders gut zur Getung kommen.

 

 

Alle haarreichen Schurarten erfordern sehr viel Pflegeaufwand. Um das üppige Kopf-,Nacken,-und Ohrhaar vor Verfilzung und Schäden zu schützen, wird es in diesen Bereichen oft umfangreich "gezopft"- Die Hunde leiden nicht bei dieser Prozedur, Dadurch bleiben ihnen sogar umfangreiche Entfilzungsaktionen, die viel unangenehmer sind, erspart. Solche gezopften Hunde ernten auf der Straße aber oft kritische und verständnislose Blicke.

Zuletzt sei erwähnt, dass es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten gibt das Fell des Pudels zu gestalten. Hier spielen die Vorlieben der Besitzer eine große Rolle und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Manche Schurarten gewinnen Liebhaber, setzten sich in einer breiteren Masse durch oder erhalten sogar Anerkennung in Fachkreisen. So kommen auch immer wieder neue hinzu. Erwähnt sei als Beispiel dafür noch der Saddle-Clip (international anerkannt und auf der Abbildung ganz oben zu sehen), und der niedliche Teddy-Bear-Clip aus den USA (reiner Liebhaberschnitt), der durch das rundlich geschnittene Kopfhaar mit den beigeschnittenen Ohren und dem kleinen Rundbart den typischen Ausdruck bekommt. Auch der Miami Clip, bei dem der Körper ziemlich kurz geschoren wird und nur Krone, Ohren und Puschel an den Beinen lang bleiben, findet u.a. wegen der Pflegeleichtigkeit immer mehr Anhänger.

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Pudelzucht edler Zwergpudel

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